HPV16

HPV16

der schleichende Killer

Information für Angehörige des medizinischen Fachkreises

5-years survival rate of patients with head-neck-cancer

HPV Infektionen zählen zu den am häufigsten vorkommenden sexuell übertragbaren Erkrankungen. Mehr als 75% der Erwachsenen in den Industrieländern werden einmal in ihrem Leben mit HPV infiziert. Die Infektionsrate ist hoch, weil sich der Virus, meist über die Haut oder sexuelle Kontakte, leicht verbreitet. Eine Infektion kann bis zu 30 Jahre unbemerkt im menschlichen Körper bleiben, ohne dass sie Beschwerden verursacht.

Unter den HPV Subtypen gilt HPV16 als derjenige mit dem höchsten onkogenen Potential. Er gilt als Auslöser von Tumoren im Mund- und Rachenbereich und von Zervix-, Vagina-, Vulva, Penis- und Analkarzinomen.

Derzeit machen HPV – induzierte Tumoren 5% aller Krebserkrankungen aus, das sind jährlich 630 000 Erstdiagnosen. Die Tendenzen bei der Inzidenzrate werden bei der CDC und IARC/WHO registriert. Sie zeigen in den letzten Jahren eine Zunahme bei den Diagnosen von Kopf- und Halstumoren. Die Anzahl der Neuerkrankungen an Kopf-Halstumoren übersteigt in vielen Ländern inzwischen die an Zervixkarzinomen, z. B. in den USA und Europa.

Verglichen mit HPV negativen Krebserkrankungen sprechen HPV-induzierte Karzinome besser auf die Therapie an und die Überlebenschancen sind höher, sofern die Krebserkrankung früh erkannt wird. Das Krebsstadium bei der Erstdiagnose ist entscheidend für die Wahl der Therapie und deren Ausmaß, zum Beispiel in Form operativer Eingriffe, Radiochemotherapie oder Immuntherapie.

Allerdings wird noch immer ein Großteil der HPV- induzierten Tumore erst entdeckt, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben.